Das Zuckerkonsum schädlich ist und sogar etliche Krankheiten verursachen kann, wissen die meisten inzwischen, doch leider fehlt es, so ging es zumindest mir, an Alternativen. Etablierten Unternehmen süßen stattdessen mit synthetischen Stoffen wie Aspartam oder Acesulfam K. Nach kurzer Recherche weiß man, dass auch diese nicht weniger bedenklich sind.
Nun zu Stevia: Stevia hat oftmals ein Imageproblem - leider zu unrecht. Die meisten kennen es nur als den synthetisch extrahierten Süßstoff (Stevioglycoside), der seit 2011 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist und beklagen den leicht bitteren Geschmack. In den meisten Produkten ist immer noch eine hohe Menge Zucker enthalten, da Stevioglycoside nur begrenzt eingesetzt werden dürfen.
Das reine Steviablatt, wie wir es verwenden, war in der EU, aufgrund der sogenannten "Novel Food" Verordnung, bisher nicht als Lebensmittel zugelassen. Diese besagt, dass Lebensmittel die schon vor 1997 im nennenswerten Umfang verzehrt wurden keinerlei Zulassung bedürfen. Lebensmittel die danach zum ersten mal in den Markt eingeführt werden, müssen ein langwieriges Zulassungsprozedere und Untersuchungsverfahren durchlaufen, bei denen sich die Kontrollbehörde auf die Ihr vorliegenden Studien bezieht.
Die Studie, welche übrigens von einem Aspartamhersteller finanziert wurde, die im Jahr 2000 zu einer Ablehnung führte, ist mittlerweile wiederlegt. Stevia ist erwiesenermaßen nicht nur unbedenklich, sondern auch noch Diabethiker geeignet, zahnfreundlich und kalorienfrei. Außerdem handelt es sich um Naturprodukt, welches dementsprechend auch kontrolliert biologisch angebaut werden kann.
Mittlerweile sind Steviablätter von der EU erlaubt worden, da die Unbedenklichkeit nachgewiesen werden konnte und die Blätter schon seit Jahrhunderten in anderen Ländern genutzt werden.